HomeTextTuesday, June 19, 2018, 21:55:44
Manuela Polaszczyk

Schriftstellerin

Oft werde ich gefragt, wie es in der DDR war, Hm... Wie war es?
Anders als hier.
Wenn man von all diesem politischen Kram absieht, war das Leben unbeschwert. Hier im Westen ist das nicht so. Wird es nie sein. Die Menschen sind anders. Auch wenn immer noch einige sagen: die doofen Ossis. Ist es nicht so, dass wir alle Deutsche sind? Nur anders aufgewachsen, aufgezogen mit anderen Lebensidealen? Ich habe 20 Jahre im Osten und 20 Jahre im Westen gelebt. Ich weiß also, wovon ich rede. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen. Nicht mein Leben in der DDR, nur einen Auszug.
Meine ganz persönliche Geschichte 

 

DDR- Ein schwerer Weg von Manuela Polaszczyk ist ein authentischer Bericht aus dem Leben dieser Frau. Die Frau versucht mit ihrem Buch die öffentliche Diskussion zu diesen Themen zu verstärken. Die Autorin ist eine nicht zu verkennende authentische Stimme. Um unbedingte Wahrheit bemüht, scheut sie sich nicht vor unbequemer Selbsterkenntnis. DDR- Ein schwerer Weg ist ein bemerkenswertes Buch einer Frau, die nichts erfunden, sondern alles auf schreckliche Weise durchlebt hat.

Milieustudien der DDR, Schwere Schicksalsschläge, fingierte Anschuldigungen, erhellen die Grausamkeit der DDR-Diktatur. Hier wird die DDR nicht mystifiziert dargestellt. Hier findet man den wahrhaftigen Blick von Zeitzeugen. Es ist nicht nur eine spannende eindringliche Geschichte der Frau über Bespitzelung und Inhaftierung. Es lässt auch eine grundtiefe Ehrlichkeit spüren, eine Offenheit, die fast weh tut. Die Sprache, die verwendet wird, ist unkompliziert. Dies bewirkt ,dass das Moment der Authentizität, der Glaubwürdigkeit, den Leser auch auf der sprachlichen Ebene erreicht. Es ist eine gute Mischung aus Bericht und Reflexion. Das heißt, dass sie nicht nur aufzählt, was passiert ist, sondern auch, was das Geschehene bei ihr ausgelöst hat und wie sie sich fühlt, wie sie bangt und sich zwingt nicht aufzugeben.

Im Buch DDR- Ein schwerer Weg, wird die Diktatur in der DDR angeklagt. Das Werk zeigt, dass der Staat mit seinen Staatsorganen (Staatssicherheit) die Menschen willkürlich zur Staatstreue zwingen wollte. Nicht jeder lässt sich manipulieren, lässt sich zur sozialistischen Persönlichkeit (um)erziehen. Kindern war es fast unmöglich eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Menschen, die diese Ideale nicht übernahmen oder Zweifel bekamen, entwickelten sich als eigenständige Persönlichkeiten außerhalb der sozialistischen Gesellschaft, des Staates oder der Partei. Diese Persönlichkeitsveränderungen führten zu Ausreiseanträgen, die fast immer abgelehnt wurden. In jedem Fall hatte man fürchterliche seelischen wie körperliche Qualen zu erleiden.
Noch heute werden die Opfer ignoriert. Die vielen Schicksale von Menschen in der DDR, die der Anpassung widerstanden haben, sollten niemals vergessen werden. Sie gilt es endlich zu Gehör zu bringen.

Englisch-Broschur, 240 Seiten, 30 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-933337-45-3
19,50.- €

DDR- Ein schwerer Weg
 bestellungen@gabrieleschaeferverlag.de 
ISBN 9783933337450 = 19,50.- €


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